Jubiläum 50 Jahre BEO HOLZ

50 Jahre BEO HOLZ | 1968 - 2018


Am 22. März 1968 wurde die oberländische Arbeitsgemeinschaft für das Holz BEO HOLZ gegründet. Seit damals betreiben, fördern, wirken, vertreten und setzten sich die Mitglieder, Arbeitsgruppen, Vorstände und Partner für das gemeinsame Ziel der Holzförderung im und über das Berner Oberland hinaus ein. 1968 bis 2018 – eine Erfolgsgeschichte, die sich heute auszahlt. Schweizer Holz ist gefragt und die Nachfrage steigt kontinuierlich. 

Engagement BEO HOLZ:

  • 50 Jahre Betrieb einer regionalen Arbeitsgemeinschaft für das Holz
  • 50 Jahre Förderung der Holzverwendung als Baustoff und Energieträger
  • 50 Jahre Wirken für die Verbesserung der Wertschöpfungskette Holz
  • 50 Jahre Vertretung der Holzanliegen in der Politik
  • 50 Jahre Einsatz für gezielte Öffentlichkeitsarbeit 



Medienmitteilung zum 50-Jahre Jubiläum BEO HOLZ

Ein Kubikmeter Schweizer Holz als Sinnbild zum
50-Jahre-Jubiläum

Am Eröffnungstag der Oberländischen Herbstausstellung OHA in Thun feierte die oberländische Arbeitsgemeinschaft für das Holz BEO HOLZ mit rund 100 geladenen Gästen ihr 50-Jahre-Jubiläum. Mit einem Kubikmeter Schweizer Holz visualisiert der Verein die Vorteile vom regionalen Schweizer Holz: Es ist umweltfreundlich, nachhaltig und ein regionaler Wirtschaftstreiber.

Am 22. März 1968 wurde die oberländische Arbeitsgemeinschaft für das Holz BEO HOLZ gegründet. Seit damals setzen sich die Mitglieder für das gemeinsame Ziel der Holzförderung im und über das Berner Oberland hinaus ein. 1968 bis 2018 – eine Erfolgsgeschichte, die sich heute auszahlt. Schweizer Holz ist gefragt und die Nachfrage steigt kontinuierlich. Und das aus guten Gründen: Zum Jubiläum präsentierten Erich von Siebenthal, Nationalrat und Präsident BEO HOLZ, symbolisch einen Holzwürfel. Der Holzwürfel aus einem Kubikmeter Schweizer Holz bindet eine Tonne CO2, wächst innerhalb drei Sekunden in den Schweizer Wäldern nach und entspricht als Volumenvergleich einem Kubikmeter Schnitzel und somit rund 72 Liter Heizöl.

Thomas Rohner, Unternehmer, Holzbauingenieur und Professor für Holzbau und BIM an der Berner Fachhochschule, gratuliert dem Verein in seiner "Festrede" zum Engagement für das Holz. "Festrede" ist das richtige Wort: Voller Enthusiasmus erklärte Rohner den Anwesenden den Wert von Holz. Holz, das vor unserer Haustüre wächst und mit so viel Emotion, Tradition aber auch Innovation und Begeisterung verbunden ist. Als Veranstalter von Anlässen wie der Holzenergie-Tagung, den Politapéros, der Architektenfahrt und der OHA-Teilnahme, hat sich BEO HOLZ einen Namen gemacht.

Die direkte Kontaktaufnahme mit Bauherren, Architekten und Planern und die Forderung nach der Verwendung von Schweizer Holz als Energieträger und Baustoff, zeigt Wirkung. Nicht zuletzt gratulierte Rohner BEO HOLZ zum vorbildlichen Schritt mit der Gründung der Initiative Holz | BE und verdeutlichte, dass trotz des aktuellen Holzbooms, die Arbeit von BEO HOLZ und der Initiative wichtiger denn je sind.

Passend zum Rahmen der Feierlichkeiten, wurde die Fassade der Armee-Sporthalle auf dem Waffenplatz Thun, in welcher 40,1 m³ Schweizer Holz verbaut wurden, mit dem Herkunftszeichen Schweizer Holz HSH ausgezeichnet. Die 40m³ Holz entsprechen ungefähr der Menge Holz, welche für ein durchschnittliches Einfamilienhaus gebraucht wird. Markus Brunner, Direktor von WaldSchweiz (Waldeigentümer-Verband) und Oberst der Schweizer Armee, übergab die Auszeichnung im Beisein von Polit- und Holz-Prominenz an die Vertreter der armasuisse Immobilien, der Bauherrin der Armee-Sporthalle in Thun.

Brunner bedankte sich im Namen der Wald- und Holzwirtschaft für das vorbildliche Engagement zu Gunsten von Schweizer Holz und gratulierte zu dem gelungenen Objekt. Die offizielle HSH-Plakette am Gebäude zeugt von dieser Auszeichnung und erinnert die Besucher an die „inneren Werte“ des Baus.

Warum Schweizer Holz?

Wer Schweizer Holz zum Bauen braucht, trägt zur nachhaltigen Nutzung und Gesunderhaltung der einheimischen Wälder bei. Der Schweizer Wald ist zwar durch eines der weltweit strengsten Waldgesetze geschützt. Wenn aber zu wenig Holz geerntet wird, überaltert der Wald, er verliert seine Stabilität und bietet weniger Schutz gegen Wind, Hochwasser, Murgänge, Lawinen oder Steinschlag. Jedes Jahr wächst im Schweizer Wald deutlich mehr Holz nach als geerntet wird. Dennoch werden zunehmend Holzprodukte für den Bau importiert; der Anteil an Schweizer Holz sinkt im Vergleich trotz steigender Nachfrage. Hauptgrund hierfür ist der Preis, denn durch die Förderpolitik und die niedrigeren Kosten im benachbarten Ausland sind importierte Holzprodukte zwangsläufig etwas billiger.

Aber das ist nicht entscheidend, denn der Materialpreis der Konstruktion und der Gebäudehülle beeinflusst die gesamten Baukosten nur unwesentlich. Und dieser verhältnismässig geringe „Aufpreis“ ist dank dem ökologischen und sozialen Mehrwert durch den Einsatz von Schweizer Holz mehr als gerechtfertigt. Produkte aus Schweizer Holz sind per Definition absolut nachhaltig. Das in einem Objekt verbaute Holz wächst im Schweizer Wald in kurzer Zeit wieder nach. Zudem beinhaltet es dank kurzen Transportwegen wenig Graue Energie und es speichert grosse Mengen des Treibhausgases CO2 und entzieht dieses somit für Jahrzehnte der Atmosphäre.

Und was hat es mit dem regionalen Wirtschaftstreiber auf sich?  Die Schweizer Wald- und Holzwirtschaft bietet Zehntausende wertvolle Arbeitsplätze – nicht selten in strukturschwachen Gebieten – und bildet in ihren Betrieben Lehrlinge in verschiedensten Berufen aus.

Darum: Auch nach einem halben Jahrhundert gibt es noch viele Aufgaben wahrzunehmen, damit diese guten Gründe noch weit bekannter werden.  

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